Schweden hat am Sonntag Parlamentswahlen in einem äußerst engen Rennen abgehalten. Das Linksbündnis errang 176 Sitze im Parlament, drei mehr als das Rechtsbündnis, was die Bildung einer neuen Regierung zu einem komplexen und unsicheren Prozess macht.
Die sozialdemokratische Vorsitzende Magdalena Andersson gilt als führende Kandidatin für die Übernahme der Regierungsführung. Der amtierende Ministerpräsident Ulf Kristersson von der Moderaten Partei versucht jedoch, im Amt zu bleiben, und beginnt einen politischen Kampf um die Führung der Regierung.
Beide Parteien halten ab Montag Sitzungen ab, um ihre Verhandlungsstrategien festzulegen. Das knappe Ergebnis deutet darauf hin, dass keine der beiden Seiten leicht eine Mehrheit bilden und die neue Regierung konsolidieren kann.
Die politische Unsicherheit hat auch bei den schwedischen Wählern Besorgnis ausgelöst. Der 48-jährige Arbeiter Mikko Duvaldt erklärte, die Lage sei "wirklich angespannt", und schätzte ein, dass es für beide Seiten schwierig sein wird, eine stabile Regierung zu bilden.




