Poiares Maduro, ehemaliges Mitglied des FIFA-Governance-Ausschusses, betrachtete die Krise in der Organisation als weit über Gianni Infantino hinausgehend. Der ehemalige Richter am Gerichtshof der Europäischen Union vertritt die Ansicht, dass der öffentliche Druck auf die FIFA nachgelassen hat und dass der derzeitige Präsident ein Symptom und nicht die Ursache der Probleme ist, die die Institution betreffen.
Laut Maduro sind die Struktur und das interne System der FIFA die wahren Verantwortlichen für die problematischen Praktiken, und es ist nicht möglich, die Situation nur durch den Austausch eines Führers zu lösen. Diese Perspektive deutet darauf hin, dass tiefgreifende Reformen die gesamte Governance der Organisation umfassen müssten.
Maduros Intervention erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die FIFA weiterhin mit Kritik und Überprüfung ihrer Führungsstruktur konfrontiert ist. Seine Position als ehemaliges Mitglied des Ausschusses, der für die Überwachung der Integrität der Organisation verantwortlich ist, verleiht seinen Aussagen über die Notwendigkeit struktureller Veränderungen Gewicht.



