Das Archipresbyterat Braga versammelte am vergangenen Samstag etwa 180 Katecheten aus 50 Pfarreien der Region im Auditório VITA zu einem Fortbildungstreffen über die Herausforderungen der künstlichen Intelligenz in der christlichen Bildung. Die Veranstaltung, die den Beginn des Katechetenjahres markierte, stand unter dem Thema „Zwischen Gesichtern und Algorithmen: Der Katechet im Zeitalter der KI" und bot eine Reflexion über die zunehmende digitale Vermittlung in menschlichen Beziehungen an.
Pater Marcelino Paulo Ferreira, Animator des Projekts „Laboratório da Fé" (Glaubenslabor), hielt die Eröffnungskonferenz über neue Sprachen und technologische Ressourcen, wobei er sich auf die Enzyklika „Magnífica Humanidade" von Papst Leo XIV. stützte. Der Priester wandte sich an die Versammlung mit der Aufforderung, „darauf zu achten, dass die persönliche Begegnung mit Jesus Christus immer das Ziel bleibt, damit die Katechese sich nicht in eine bloße Show ohne biblische und kirchliche Substanz verwandelt".
Während der Sitzung reichten die Teilnehmer digital Antworten ein, die in Echtzeit eine Wortwolke erzeugten, in der die Erzieher Ängste wie Wahrheit, Isolation, Einsamkeit, Zerstreuung und Entmenschlichung hervorhoben. Pater Marcelino identifizierte „fragmentierte Aufmerksamkeit, hypervernetzte Einsamkeit und die Versuchung der Show" als die wichtigsten Schwierigkeiten, die durch die aktuelle Technologiekultur verstärkt werden.
Die Koordinatorin des Katecheseteams des Archipresbyterats Braga, Sílvia Silva, betrachtete die Wahl dieses Themas als Antwort auf ein konkretes Bedürfnis christlicher Erzieher. Nach Aussage der Verantwortlichen gehört künstliche Intelligenz zum Alltag und sollte bewusst in das christliche Leben integriert werden.




