Papst Leo XIV. hat die während der Covid-19-Pandemie eingeführten Gehaltskürzungen für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Heiligen Stuhls durch ein am 14. September 2026 veröffentlichtes Dokument aufgehoben. Die Entscheidung widerruft den Apostolischen Brief „Eine nachhaltige Zukunft", der 2021 von seinem Vorgänger erlassen wurde und eine Gehaltskürzung von 10 Prozent für Kardinäle, eine Kürzung von 8 Prozent für Leiter und Sekretäre der Dikasterien sowie eine allgemeine Kürzung von 3 Prozent für Kleriker und Ordensleute vorsah.
Die Maßnahme tritt am 1. September in Kraft und hebt damit Normen auf, die das wirtschaftliche Defizit des Heiligen Stuhls bekämpfen und die Entlassung von Laienarbeitnehmern während des Gesundheitsnotstands verhindern sollten. Die ursprüngliche Gesetzgebung wurde in einem Kontext zunehmender finanzieller Schwierigkeiten umgesetzt, der die wirtschaftliche Verwaltung des Vatikans seit mehreren Jahren kennzeichnete.
Leo XIV. legte fest, dass die Auswirkungen der Aussetzung der zweijährlichen Dienstalterszulagen während der Geltung der vorherigen Norm endgültig bestehen bleiben. Der Papst betonte darüber hinaus die Notwendigkeit, die Einnahmen zu diversifizieren, um die künftige wirtschaftliche Nachhaltigkeit zu gewährleisten.
Gleichzeitig wurde ein zweites Dokument veröffentlicht, das den Bau eines neuen Gebäudes zur Erweiterung des Archivs und der Apostolischen Bibliothek vorsieht und ein früheres Projekt ablöst, das Papst Franziskus für das Gebiet von Lateran geplant hatte. Die Infrastruktur wird im Bereich des „Parkhauses" errichtet, unter Einsatz moderner architektonischer und technologischer Prinzipien. Der Papst ordnete die Gründung einer Stiftung an, um die Finanzierung des Baus sicherzustellen, wobei dem Governatorat die Unterstützung der Ausgaben für die staatlichen Dienste obliegt, die in dem Gebäude untergebracht werden sollen.




