Der Erzbischof von Braga, Dom José Cordeiro, leitete am Sonntag die 133. jährliche Pilgerfahrt zum Heiligtum Penha, wo er die Vergebung als wesentlichen Weg zum Frieden darstellte. In einer im Diário do Minho veröffentlichten Ansprache erklärte der katholische Würdenträger, dass "Rache ein momentanes Vergnügen bereiten kann, aber niemals Frieden bringt", und warnte, dass Vergebung sich nicht auf eine mathematische Operation beschränkt, sondern einen Lebensstil für die Gläubigen in ihrer Beziehung zur Gesellschaft und zur Kirche darstellt.
Die archipresbyterale Pilgerfahrt der 77 Pfarreien von Guimarães und Vizela zum Heiligtum Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel markierte den Auftakt der Pastoralvisite, die Dom José Cordeiro und die Weihbischöfe Dom Delfim Gomes und Dom Nélio Pita bis zum 20. Dezember im Archipresbyterat durchführen werden.
Der pastorale Fahrplan sieht drei zentrale Achsen der Analyse und Schulung vor, in den Bereichen Nächstenliebe, Liturgie und Katechese. Der Zeitplan gliedert sich in fünf pastorale Zonen, beginnend in Vizela-Lapinha und fortfahrend über Pevidém, Ronfe und Taipas-São Torcato, bevor er in der Stadt Guimarães abschließt.
Die bischöfliche Ansprache verband zudem den lokalen Status als Europäische Grüne Hauptstadt mit dem Konzept der integralen Ökologie und wies auf die Notwendigkeit hin, den Umweltschutzsinn mit sozialer Freundschaft und der Bewahrung des Gemeinsamen Hauses zu verbinden. Am Ende der Eucharistiefeier überreichte die Organisation jeder Pfarrei einen kleinen Olivenbaum und wählte den Baum als Symbol für Nachhaltigkeit, das während der Durchreise der Bischöfe durch das Gebiet gepflanzt werden soll.




