Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic hat Gläubigerschutz bei einem Gericht in New York nach dem US-Insolvenzrecht beantragt, konkret nach Chapter 11, um ihre finanziellen Verpflichtungen zu restrukturieren und eine nachhaltigere Kapitalstruktur zu erreichen. Die Fluggesellschaft, die dem lettischen Staat mit 88,37% und der deutschen Gruppe Lufthansa mit 10% gehört, versicherte, dass das Verfahren die Passagiere nicht beeinträchtigen wird und der Betrieb normal fortgesetzt wird.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats von Air Baltic, Andrejs Martinovs, betonte, dass das Unternehmen die verfügbaren Restrukturierungsoptionen sorgfältig geprüft hat, mit der Priorität, der Fluggesellschaft "die bestmögliche Grundlage für den Fortbestand des Betriebs und den Aufbau einer nachhaltigen Finanzstruktur zu bieten". Der CEO des Unternehmens, Erno Hildén, ergänzte, dass "die notwendigen Maßnahmen ergriffen werden, um Air Baltic zu einer effizienteren und finanziell nachhaltigeren Fluggesellschaft zu machen".
Air Baltic startet das Verfahren mit einem Engagement von 350 Millionen Euro an neuer Finanzierung, verwaltet von Strategic Value Partners, mit Barclays, Hayfin Capital Management, Morgan Stanley und Oaktree Capital Management als Gläubiger. Diese neue Finanzierung wird einen Zinssatz von 12 Prozent haben und sollte zusammen mit den Einnahmen aus dem laufenden Betrieb ausreichend Liquidität bieten, damit die Gesellschaft das Restrukturierungsverfahren fortführen kann.
Der lettische Ministerpräsident Andris Kulbergs kommentierte auf der Social-Media-Plattform X, dass es diesmal nicht darum geht, "ein paar weitere Monate zu kaufen, um die Fluggesellschaft künstlich am Leben zu halten", sondern darum, "die grundlegenden Probleme anzugehen". Air Baltic wies darauf hin, dass diese Art von Verfahren bereits zuvor von anderen internationalen Fluggesellschaften genutzt wurde, darunter SAS, United Airlines, Delta Air Lines,



