Die britische Zeitung Financial Times veröffentlichte einen Sonderartikel, der hervorhob, dass die "Krise" am Obersten Bundesgericht Brasiliens, die den öffentlichen Konflikt zwischen den Ministern Alexandre de Moraes und André Mendonça betrifft, einen "entscheidenden Einfluss" auf die Präsidentschaftswahlen im Oktober haben könnte. Das internationale Medium thematisierte den Fall Daniel Vorcaro und die angeblichen Verbindungen zwischen dem Banker, dem mutmaßlichen Drahtzieher eines milliardenschweren Bankbetrugs, und Minister Moraes.
Das Medium betonte, dass, obwohl der ehemalige Präsident Lula in der Banco-Master-Angelegenheit nicht angeklagt wurde, die Situation eine Schwachstelle für den erfahrenen Politiker trifft, der in der Vergangenheit wegen Korruption verhaftet wurde, wobei seine Verurteilungen später aufgehoben wurden. Die Krise trifft Lula auch deshalb, weil seine Gegner Moraes stets als dem Lager des amtierenden Präsidenten zugehörig darstellen.
Der Financial Times hob außerdem hervor, dass Senator Flavio Bolsonaro möglicherweise von der Annahme von Millionenbeträgen von Vorcaro betroffen sein könnte, die für die Finanzierung des Films "Dark Horse" bestimmt waren. Die britische Zeitung erinnerte daran, dass Vorcaro als mutmaßlicher Drahtzieher eines milliardenschweren Bankbetrugs gilt.
Laut dem Artikel hat der Fall die Glaubwürdigkeit der Institution befleckt, wobei auf das Oberste Bundesgericht Bezug genommen wurde. Die britische Veröffentlichung brachte der internationalen Öffentlichkeit die Details der Gespräche zwischen dem Banker und Minister Moraes näher und stellte den internen Konflikt des Gerichtshofs als einen Faktor dar, der das Ergebnis der brasilianischen Präsidentschaftswahlen direkt beeinflussen könnte.




