Der Erdgaspreis am niederländischen TTF-Markt, der europäischen Benchmark, stieg heute um mehr als 5% und überschritt die 84 Euro pro Megawattstunde, wobei er die höchsten Werte seit Januar 2023 erreichte. Um 10:30 Uhr in Lissabon wurde der aktive Kontrakt bei 84,005 Euro pro MWh notiert, ein Anstieg von 5,64%. Diese Bewegung hält das Erdgas auf den Höchstständen seit Januar 2023, als es zeitweise 88 Euro pro MWh erreichte.
Diese Aufwertung erfolgt, nachdem das Gas am vergangenen Freitag im Minus geschlossen hatte und damit eine Reihe von fünf aufeinanderfolgenden Gewinnsitzungen unterbrach. Der Aufwärtstrend kehrt thus mit Nachdruck zurück, angetrieben durch geopolitische Faktoren in der Region des Nahen Ostens.
Auch Erdöl folgt der gleichen Entwicklung, wenn auch in moderaterer Form. Der Brent, europäische Benchmark, legte um 2,91% auf 107,65 Dollar pro Barrel zu und erreichte während der Nacht 108,49 Dollar. Die Zunahme der Spannungen zwischen Tokio und Washington trägt zu diesem Druck auf die Energiepreise bei, während das saudische Unternehmen Aramco die Schließung der Ost-West-Pipeline als Vorsichtsmaßnahme nach Drohnenangriffen aus dem Irak angekündigt hat.
Die Verschärfung der Situation in der Region führte auch zur Verschiebung des für heute geplanten Treffens zwischen dem Iran und verschiedenen Golfstaaten, das die Einrichtung sicherer Schifffahrtsrouten in der Straße von Hormus zum Ziel hatte. Das Treffen wurde ohne neue Terminangabe verschoben.




