Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, nahm am Sonntag am BRICS-Gipfeltreffen in Neu-Delhi, Indien, teil. In seiner Rede betonte Guterres die Notwendigkeit, die institutionellen Strukturen der Mitgliedsländer – Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika – zu reformieren, um den zeitgenössischen Realitäten gerecht zu werden, und wies darauf hin, dass die UN-Generalversammlung eine neue Weltkarte angenommen hat, die die globalen Veränderungen seit 1945 verdeutlicht.
Guterses setzte sich für eine tiefgreifende Reform internationaler Organisationen wie des UN-Sicherheitsrates und des Bretton-Woods-Systems ein, das aus der Weltbank und dem IWF besteht. Der UN-Chef forderte einen Fokus auf Resilienz, Innovation, Zusammenarbeit und Nachhaltigkeit, um ein integratives globales Wachstum zu erreichen, und schlug vier grundlegende Schritte vor: Finanzierung, Technologie, Klimagerechtigkeit und Frieden.
Der Generalsekretär kritisierte die Konzentration der KI-Tools auf wenige Unternehmen und Nationen und warnte, dass dies soziale Ungleichheiten verschärfen und Souveränitäten gefährden könnte. In Bezug auf die Klimagerechtigkeit warnte Guterres vor der unmittelbar bevorstehenden Überschreitung der 1,5°C-Temperaturerhöhungsgrenze und setzte sich für eine robuste Finanzierung von 300 Milliarden Dollar pro Jahr zur Eindämmung des Klimawandels ein.
Gutterses betonte auch die Notwendigkeit, kritische Mineralien verantwortungsvoll zu bewirtschaften, um Arbeitsplätze in den produzierenden Gemeinden zu fördern, und forderte die Achtung der Verpflichtungen aus der UN-Charta und des Völkerrechts in internationalen Krisen wie im Gazastreifen und in der Ukraine. Der UN-Chef kam zu dem Schluss, dass die Welt unaufhaltsam auf eine multipolare Ordnung zusteuert, in der die Zusammenarbeit zwischen Staaten für eine bessere Zukunft unerlässlich ist.




