Am 13. September leitete der Bischof von Funchal, D. Nuno Brás, die Eucharistiefeier des Festes des Herrn der Geduld im Kloster Santo António in Lombo dos Aguiares, Funchal. Die Feier wurde von vielen Gläubigen besucht und von den Priestern André Pinheiro und Aires Gameiro mitcelebriert, anschließend folgte die traditionelle Prozession.
In seiner Predigt forderte D. Nuno Brás die Gläubigen auf, zu Gott inmitten der Schwierigkeiten aufzublicken und sich von seiner Liebe verwandeln zu lassen. Der Bischof erinnerte daran, dass, wie das Volk Israel in der Wüste an der Fähigkeit Gottes zweifelte, es zu retten, auch heute der Mensch häufig in Versuchung gerät zu denken, dass Gott ihn verlassen hat, besonders wenn er Traurigkeit, Leid und Hoffnungslosigkeit erlebt.
D. Nuno Brás legte besonderen Nachdruck auf die Geduld Gottes mit jeder einzelnen Person und fragte: „Wenn Er keine Geduld mit allen hätte, was wäre dann aus uns geworden?" Der Bischof warnte, dass der Mangel an Geduld keine kleine Schwachheit ist, sondern etwas, das den Menschen daran hindert, voll zu leben, und verwies besonders auf Gefühle von Hass und Groll, die jahrelang bestehen und die Person an die Vergangenheit binden können.
Der Bischof von Funchal lud die Gläubigen auch ein, eine rein kontemplative Haltung zu überwinden, und sagte: „Blicken wir zum Herrn auf, aber lassen wir uns vor allem von Ihm ansehen". D. Nuno Brás begrüßte besonders die Klarissen, die seit über einem halben Jahrhundert die Hüterinnen dieses Festes sind, und wünschte, dass die Feier für sie ein Zeichen und eine Hilfe im christlichen Leben und im Gebet sein möge.




