Die Reform der Arbeitsgesetzgebung hat erneut die Schwächen des Sozialen Dialogs in Portugal offengelegt. José Eduardo Carvalho, Präsident der AIP, und Pedro Martins, Professor an der NovaSBE, nahmen am 14. September in Lissabon an einem Podium zum Thema bei der AIP teil.
Die AIP vertritt die Ansicht, dass die Ablehnung des Arbeitsrechtsgesetzes die Steigerung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit unmöglich macht. José Eduardo Carvalho erklärt, dass zwei Schlussfolgerungen zu ziehen sind: Eine bedeutende Reform wird immer durch Artikel 57 der Verfassung bedingt sein, und die Regierungen benötigen eine breitere unternehmerische soziale Unterstützungsbasis, die sich nicht auf die im Sozialen Dialog vertretenen Einrichtungen beschränken darf.
Der Präsident der AIP kritisierte das Fehlen einer festen und mobilisierenden Position bei der Verteidigung der Vorschläge. „Es gab keine klare und bestimmte unternehmerische soziale Basis der Unterstützung bei der Verteidigung der Vorschläge. Die Ministerin war allein", erklärt er. Carvalho warnte auch, dass 30% der portugiesischen Arbeitnehmer seit mehr als 20 Jahren beim selben Unternehmen beschäftigt sind, und vertrat die Ansicht, dass Portugal eine größere Mobilität auf dem Arbeitsmarkt benötigt.
Was die Zukunft betrifft, vertritt José Eduardo Carvalho die Ansicht, dass die UGT an Einfluss verliert und dass er keine Möglichkeit sieht, bedeutende Vereinbarungen zu treffen, die zum Wirtschaftswachstum beitragen. Er vertritt ferner die Ansicht, dass sich die Maßnahmen nicht auf den Sozialen Dialog beschränken dürfen und dass es notwendig ist, die Unterstützungsbasis auf andere Vereinigungen auszuweiten.




