Ein internationales Forscherteam, das Mitglieder des Interdisziplinären Zentrums für marine und umweltbezogene Forschung (CIIMAR) der Universität Porto umfasst, hat ein innovatives genomisches Werkzeug entwickelt, das in der Zeitschrift Aquaculture veröffentlicht wurde. Diese Technologie zielt darauf ab, die Muschelproduktion zu revolutionieren, indem sie Muscheln widerstandsfähiger gegen Krankheiten und den Klimawandel macht, und ist entscheidend für nachhaltige Aquakultur sowie für das Management von zwei wirtschaftlich bedeutenden Arten: der japanischen Venusmuschel (Ruditapes philippinarum) und der guten Venusmuschel (Ruditapes decussatus).
Diese Arten werden weltweit in großem Umfang gezüchtet, stehen jedoch vor Herausforderungen wie der Degradation von Lebensräumen, dem Klimawandel und einer Zunahme von Krankheiten. Die neue Technologie ermöglicht eine schnelle und wirtschaftliche Analyse von DNA-Variationen bei Muscheln, unter Verwendung genetischer Marker zur Identifizierung von Individuen mit wünschenswerten Merkmalen wie höherer Krankheitsresistenz und besserer Anpassungsfähigkeit.
Die entwickelte Plattform, bezeichnet als SNP-chip, ist die erste mit hoher Dichte für diese beiden Arten und vereint etwa 63.000 genetische Marker, von denen über 45.000 für die japanische Venusmuschel validiert




