Der Generalstaatsanwalt der Ukraine, Andrij Kostin, verließ das Land nach einem Streit mit Antikorruptionsbehörden. Die Ausreise wurde von Kostin selbst bestätigt, der das Amt seit Juli 2022 innehatte.
Präsident Wolodymyr Selenskyj bat das Parlament, die Abberufung von Kostin ohne Verzögerung zu genehmigen. Die Ablösung des Generalstaatsanwalts war bereits zuvor vom Präsidenten bei der Werchowna Rada, dem ukrainischen Parlament, beantragt worden.
Kostin kündigte strafrechtliche Anklagen gegen die Antikorruptionsbehörden an, die sein Büro durchsuchen würden. Der Einsatz dieser Behörden gegen die Staatsanwaltschaft löste eine institutionelle Krise im Land aus.
Der Konflikt ereignet sich in einem Moment, in dem die Ukraine seit mehr als zwei Jahren einen Krieg mit Russland führt. Die Frage der Korruption im Land ist ein ständiges Anliegen der westlichen Verbündeten, die Kiew militärische und finanzielle Unterstützung gewähren.




