In den letzten 25 Jahren hat sich Nachhaltigkeit von einem Randkonzept zu einer zentralen Achse in Unternehmensstrategien, öffentlichen Politiken und gesellschaftlichen Erwartungen entwickelt. In Portugal wurden bedeutende Fortschritte in Bereichen wie erneuerbare Energien, Kreislaufwirtschaft und Waldbewirtschaftung verzeichnet. Doch dieser Zeitraum offenbarte auch Mängel: Die Klimakrise hat sich verschärft, der Verlust der Biodiversität bleibt besorgniserregend und soziale Ungleichheiten bleiben eine strukturelle Herausforderung.
Der Artikel vertritt die Ansicht, dass die nächsten 25 Jahre auf vier Fronten mehr Ehrgeiz erfordern. Erstens ist eine entscheidende Beschleunigung des Klimawandels notwendig, die Ziele in konkrete Pläne, Investitionen und Innovation umsetzt. Zweitens die Erhaltung und Regeneration von Ökosystemen, mit besonderem Augenmerk auf die Korkeichenwälder in Portugal. Drittens soziale Verantwortung, die gewährleistet, dass der grüne Wandel gerecht und inklusiv ist. Viertens eine Governance mit größerer Transparenz, Verantwortlichkeit und langfristiger Vision.
Der Text warnt, dass Nachhaltigkeit aufhören wird, ein Differenzierungsfaktor zu sein, und zu einer grundlegenden Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit werden wird. Die kommenden Jahre werden von einem Paradigmenwechsel geprägt sein: weg von der Eindämmung von Auswirkungen hin zur aktiven Erzeugung von Umwelt- und Sozialwert, die Zweck, Innovation und Leistung in Einklang bringt.
Der Artikel, verfasst von Cristina Amorim, wurde anlässlich des 25-jährigen Bestehens des BCSD Portugal geschrieben, das Beiträge von Persönlichkeiten mit anerkanntem unternehmerischem oder akademischem Einfluss im Bereich Nachhaltigkeit beinhaltet. Der Horizont von 2050 wird nicht nur als zukünftiges Datum




