Jahrelang basierte die Erklärung für das Wachstum des Populismus auf einer einfachen Formel: Wenn sich das Leben verschlechtert, bestrafen die Wähler die Regierenden. Analysten und Kommentatoren griffen auf diese Logik zurück, um das Verhalten der Wähler und den Erfolg bestimmter politischer Bewegungen vorherzusagen und zu erklären.
Der Artikel deutet jedoch darauf hin, dass wir Zeuge eines neuen politischen Phänomens sind. Heutzutage scheinen die „Vibes" – Eindrücke, diffuse Gefühle und Geisteszustände – die Oberhand über konkrete Fakten, Regierungsbedingungen oder spezifische Politiken zu gewinnen. Dieses neue Paradigma erleichtert den Glauben an Versprechen, die Unannehmlichkeiten lösen, selbst wenn diese immateriell sind und konkreter Grundlage entbehren.
Angesichts dieser Realität stehen Demokraten und Liberale vor einer erneuerten Herausforderung. Der Artikel argumentiert, dass sie begreifen müssen, dass sich das politische Spiel verändert hat und dass traditionelle Kommunikations- und Argumentationsmethoden möglicherweise nicht mehr ausreichen, um mit dieser neuen Art, die Wähler anzusprechen, zu konkurrieren.
Die zentrale Frage, die der Artikel aufwirft, ist, wie Demokraten und Liberale dieses Phänomen bekämpfen können, ohne die gleichen Taktiken zu übernehmen, die sie bei ihren populistischen Gegnern kritisieren – mit dem Risiko, zu dem zu werden, was sie bekämpfen wollen.




