An den Finanzmärkten wird das Aufgeben einer Investition weiterhin als Zeichen des Scheiterns oder der Schwäche angesehen, im Gegensatz zur Beharrlichkeit, die mit Charakter und Resilienz assoziiert wird. Der Artikel argumentiert jedoch, dass diese Assoziation zwar tief verwurzelt ist, aber bei der Anwendung auf Investitionsentscheidungen wenig nützlich ist, denn Beharrlichkeit ist nicht immer eine Tugend und kann lediglich eine Methode sein, um die Anerkennung aufzuschieben, dass eine in der Vergangenheit getroffene Entscheidung keinen Sinn mehr ergibt.
Der Artikel hebt hervor, dass das Halten einer Position nur deshalb, weil sie eines Tages sinnvoll war, für sich genommen keine Strategie darstellt. Unternehmen verändern sich, Sektoren verlieren Dynamik, neue Wettbewerber treten auf den Markt oder es tauchen Risiken auf, die zum Zeitpunkt des Kaufs nicht offensichtlich waren. Die Grenze zwischen Überzeugung und Sturheit ist selten klar, wenn eine Entscheidung auf die Probe gestellt wird. Daniel Kahneman wird erwähnt, weil er geholfen hat, das Verhalten von Anlegern durch das Konzept der Verlustaversion zu erklären, wonach der Schmerz, der durch einen Verlust verurs




