Eine Studie der Fundação Francisco Manuel dos Santos analysierte die Berufserfahrung der Minister, aus denen sich die portugiesische Regierung zusammensetzt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Mitglieder der Exekutive über relevante Erfahrung in dem Bereich verfügt, den sie leiten, was eine gewisse Sorgfalt bei der Verteilung der Ministerressorts demonstriert.
Allerdings zeigt die Studie, dass 22% der Minister, also etwa ein Fünftel der Gesamtzahl, keine signifikante Berufserfahrung für das Ressort haben, das sie übernehmen werden. Dieser Anteil stellt einen beträchtlichen Teil der Exekutive dar, der keinen direkten Hintergrund in dem Bereich hat, den sie leiten.
Die politische Laufbahn tritt als dominierendes Element in der Regierungszusammensetzung hervor, wobei die Auswahl für die Ministerposten häufig auf ehemalige Regierungsmitglieder und Personen mit politischem Werdegang fällt. Diese Tendenz deutet darauf hin, dass politische Nähe ein bestimmender Faktor bei der Regierungsbildung ist.
Trotzdem hebt die Studie hervor, dass Portugal das Land Südeuropas mit den meisten parteilosen Ministern in der Regierung ist, das heißt Persönlichkeiten ohne Parteiverbindungen, die Ministerressorts übernehmen. Diese Besonderheit unterscheidet Portugal von seinen südlichen Nachbarn des Kontinents.




