Die Ölpreise sind diese Woche aufgrund der eskalierenden Spannungen im Nahen Osten eindrucksvoll gestiegen, wobei beide Seiten Schiffe in der Straße von Hormus angegriffen haben. Der Preis für Rohöl stieg diese Woche um 87% im Vergleich zum Vormonat, mit einem jährlichen Anstieg von über 56%. Diese Situation bestraft Familien und Unternehmen weltweit, die bereits mit steigenden Kraftstoffkosten und hohen Zinssätzen konfrontiert sind, wobei das Geld teurer wird.
Die portugiesischen Unternehmen sind ebenfalls besorgt über den neuen Anstieg des Rohöls und der Kraftstoffe. Neben der erwarteten Preiserhöhung am kommenden Montag hat die Europäische Zentralbank den Leitzins erneut um 25 Basispunkte angehoben, der zweite Anstieg in diesem Jahr, laut Präsidentin Christine Lagarde.
Die Houthi-Rebellen im Jemen erobern strategische Küstenstädte, die eine bessere Kontrolle der Straße von Bab el-Mandeb ermöglichen werden, einem der Eingänge zum Roten Meer mit Zugang zum Suezkanal. Über diese Route hat Saudi-Arabien einen Teil seiner Produktion abgeleitet und konnte teilweise die Straße von Hormus umgehen, durch die zuvor 20% des weltweiten Öls floss.
Goldman Sachs warnt, dass das Öl riskiert, 120 Dollar pro Barrel nach mehr als sechs Monaten Spannungen zu erreichen. Die Bank betrachtet dieses Szenario als "definitiv plausibel", das von der Intensivierung der Angriffe auf Schiffe abhängt. Gleichzeitig sind die Gaspreise in Europa auf über 80 Euro/MWh gestiegen, dem höchsten Stand seit Dezember 2022, wobei die Verfügbarkeit von LNG durch den Krieg zwischen den USA und dem Iran beeinträchtigt wird, zu einem Zeitpunkt, an dem sich Europa auf den Winter mit ungewöhnlich niedrigen Reserven vorbereitet.




