Die PISA-Ergebnisse haben die portugiesische öffentliche Schule erneut unter Druck gesetzt. Carlos Ceia, ordentlicher Professor und verantwortlich für die Lehrerausbildung, vertritt die Ansicht, dass das Problem nicht nur in den Ergebnissen dieser internationalen Bewertung liegt, sondern auch in der Art und Weise, wie in Portugal unterrichtet, bewertet und die Schule organisiert wird.
Ceia ist davon überzeugt, dass mehr Anforderungen an Lesen und Schreiben, eine echte Autonomie der Schulen und eine ernsthafte Investition in die Lehrerausbildung erforderlich sind. Seiner Meinung nach sind dies die Bereiche, die tiefgreifende Veränderungen benötigen, um die Unterrichtsqualität zu verbessern.
Der Professor warnte auch, dass das Verbot von Mobiltelefonen in Schulen oder die Schuldzuweisung an die Künstliche Intelligenz die vom PISA identifizierten Probleme nicht lösen wird. Diese Position ergibt sich im Kontext der Debatte über die Ursachen der schlechten Leistungen portugiesischer Schüler bei internationalen Bewertungen.
Der Artikel erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem die PISA-Ergebnisse erneut eine Diskussion über den Zustand der Bildung in Portugal ausgelöst haben, wobei Ceia hervorhebt, dass trotz der guten Ergebnisse von 2015 noch viel getan werden muss, um eine qualitativ hochwertige Bildung an portugiesischen öffentlichen Schulen zu gewährleisten.




