Minister Flávio Dino vom Obersten Gerichtshof (STF) hat an diesem Sonntag (13.) die Aufhebung der steuerlichen Vertraulichkeit der Unternehmerin Karina Ferreira da Gama und des Instituto Conhecer Brasil (ICB), dessen Eigentümerin sie ist, genehmigt. Karina besitzt einen Vertrag über 157 Millionen R$ mit der Stadtverwaltung von São Paulo für die WLAN-Installation in der Stadt. Die Stadtverwaltung wird nicht untersucht, aber es besteht der Verdacht, dass sie einen Teil der Mittel an die Go Up Entertainment, ein Unternehmen, dessen Eigentümerin sie ebenfalls ist, sowie an andere Empfänger veruntreut hat.
Die Go Up Entertainment ist verantwortlich für die Produktion des Films „Dark Horse", der das Leben des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro portraitiert. Dino hob die Vertraulichkeit dieser Ermittlungen auf, die bei der Zivilpolizei von São Paulo begannen und in der vergangenen Woche an den STF verwiesen wurden. Der Minister ordnete ebenfalls an, dass die Polizei die bei den Durchsuchungen beschlagnahmten Handys aushändigt.
Während auf der Ebene von São Paulo der Fokus der Ermittler darauf lag, den WLAN-Vertrag zu prüfen, besteht das Ziel der Untersuchung beim STF darin, die Überweisung von Parlamentsmitteln für den Film zu untersuchen. Da die beiden Verfahren zusammenhängen, wurde der Fall beim Obersten Gerichtshof zentralisiert.




