Die Bewohner der Serra Algarvia, traditionell als „Serrenhos" bezeichnet, haben Ursprünge, die laut dem Autor dieses Artikels Jahrhunderte zurückreichen, wobei er sich sowohl auf historische Fakten als auch auf seine eigenen Kindheitserinnerungen aus den vierziger Jahren stützt.
Die Geschichte begann mit der Invasion der Iberischen Halbinsel im 8. Jahrhundert, als etwa 7.000 Berber unter der Führung des Generals Tariq in Algeciras landeten, ein Jahr später gefolgt von einem zahlenmäßig stärkeren arabischen Heer unter dem Kommando von General Musa. Zwischen Arabern und Berbern gab es keine ethnische Verbindung, nur den gemeinsamen muslimischen Glauben, und schon früh entstanden Streitigkeiten zwischen beiden, wobei die Araber die besten Gebiete für sich beanspruchten und die Berber in die ärmsten und abgelegensten Gebiete verwiesen.
In diesem Zusammenhang wurde die Serra Algarvia zum Zufluchtsort der Berber, die sich dort in kleinen Siedlungen niederließen und von dem kargen Lebensunterhalt lebten, den das Land ihnen bot. Der Autor beschreibt, wie er in den vierziger Jahren sah, wie die Serrenhos an Markttagen mit ihren Maultieren in die Stadt kamen, und bemerkt, dass ihre Gesichtszüge den heute in jedem algerischen oder marokkanischen Souk anzutreffenden ähnelten.
Der Autor vertritt die Ansicht, dass bis Mitte des 20. Jahrhunderts das Sedentärleben in diesen Binnenregionen vorherrschend war, sodass die Bevölkerungen über Jahrhunderte praktisch ohne ethnische Vermischung blieben und direkte Nachkommen der alten Berber sind. Er weist auch auf die Existenz eines eigenen Dialekts in der Region hin, der aus dem Altarabischen stammt und die Sprache der älteren Bevölkerung von Orten wie São Bartolomeu de Messines und der Serra de Monchique beeinflusste, einschließlich Ausdrücken und Begriffen arabischen Ursprungs, die durch die schulische Bildung zunehmend ersetzt wurden.




