Der chinesische Präsident Xi Jinping bot die Unterstützung Chinas an, um die technologische und industrielle Entwicklung der BRICS-Mitgliedsländer zu beschleunigen, mit besonderem Schwerpunkt auf Künstlicher Intelligenz. Während seiner Rede in der zweiten Sitzung des Gipfels der Staats- und Regierungschefs des Blocks in Neu-Delhi präsentierte Xi fünf Kooperationsinitiativen in den Bereichen KI, Handel und Investitionen, digitale Industrie, intelligente Fertigung und Talententwicklung.
Zu den chinesischen Angeboten gehören unter anderem die Unterstützung bei der Implementierung von Open-Source-Sprachmodellen, die eine „offene und inklusive" KI-Zone für die BRICS ermöglichen sollen, der Bau intelligenter Fabriken, eine Cloud-Plattform für die digitale Industrie der Mitgliedsländer des Blocks sowie die Ausbildung junger Talente in Innovation und fortschrittlicher Technologie. Xi erklärte, dass der 15. Fünfjahresplan Chinas nicht nur eine inländische Entwicklungsroadmap darstelle, sondern auch „eine Liste von Kooperationsmöglichkeiten für die Welt".
In derselben Sitzung warnte der indische Premierminister Narendra Modi, dass die Nutzung von Technologie und kritischen Mineralien als geopolitische Waffen den Zusammenhalt des Blocks zerstören könnten. Xi seinerseits appellierte erneut an den Multilateralismus, die Autorität der Vereinten Nationen und die Reform multilateraler Institutionen, einschließlich der Welthandelsorganisation, und vertrat die Ansicht, dass globale Regeln im gemeinsamen Konsens festgelegt und ohne Doppelmoral angewendet werden sollten.
Dies war Xis erste Reise nach Indien seit sieben Jahren, einschließlich eines Treffens mit Modi, das einen neuen Schritt zur Normalisierung der bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern darstellt. China wird 2027 die Präsidentschaft der BRICS übernehmen, einem Block, dem Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika, Ägypten, Äthiopien, der Iran, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Indonesien angehören.




