Das Geschäftsmodell der sozialen Netzwerke basiert auf der Kommerzialisierung der menschlichen Aufmerksamkeit, wobei die Verweildauer in den Anwendungen die Hauptwährung ist. Um diese Bindung zu maximieren, optimieren Plattformen wie Instagram ihre Algorithmen, um schnell konsumierbare, dopaminerge und kognitiv wenig anspruchsvolle Inhalte wie kurze Videos und Bilder mit markanten Sprüchen zu bevorzugen. Diese Plattformen entmutigen aktiv die gemeinsame Nutzung von Links und langen Texten, bestrafen deren Sichtbarkeit und schließen den Nutzer in ein Ökosystem ein, das für unendliches Scrollen und sofortige Befriedigung gestaltet ist.
Diese Informationsarchitektur beeinflusst schrittweise die kognitiven Gewohnheiten der Bevölkerung und gewöhnt das Gehirn an einen Zustand kontinuierlicher Stimulation und niedriger Konzentration. Wenn die Fähigkeit, längere Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten, beeinträchtigt wird, entstehen Langeweile und Abneigung gegen lange Texte, die für kritisches Denken unerlässlich sind. Der Autor berichtet, Personen beobachtet zu haben, die diesen Stimuli verfallen sind und in Gruppen wie Madeira Opina Gräueltaten veröffentlichen, ohne sich ihrer Sucht bewusst zu sein.
Die fragmentierte und hastige Lektüre ersetzt strukturiertes Denken durch emotive Reaktionen und schafft




