Das Pitt Rivers Museum in Oxford kündigte an, die sterblichen Überreste von 39 Personen an die Naga-Gemeinschaft in Indien zurückzugeben. Die Entscheidung markiert das Ende eines langwierigen Verhandlungsprozesses zwischen dem Museum und der indigenen Gemeinschaft.
Diese sterblichen Überreste wurden Anfang des 20. Jahrhunderts von britischen Kolonialadministratoren während der Kolonialzeit in Indien gesammelt. Die Körper waren Teil einer ethnografischen Sammlung, die das Museum im Laufe von Jahrzehnten angesammelt hatte.
Einige dieser menschlichen Überreste blieben bis 2020 öffentlich im Museum ausgestellt, als sie schließlich aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit entfernt wurden. Die Entfernung erfolgte nach einer zunehmenden Phase der Überprüfung kolonialer museologischer Praktiken.
Die Naga-Gemeinschaft hatte seit mehreren Jahren die Rückgabe der sterblichen Überreste ihrer Vorfahren gefordert. Das Museum erkannte an, dass die Aufbewahrung dieser Sammlungen erhebliche ethische Fragen darüber aufwirft, wie Museuminstitutionen mit Materialien umgehen, die in kolonialen Kontexten gesammelt wurden.



