Die Türkei hat den Zugang zu etwa 15 Konten von LGBT+-Aktivisten auf dem sozialen Netzwerk X blockiert. Die Entscheidung wurde von den türkischen Behörden getroffen, die die Sperrung dieser Konten anordneten, ohne dass eine öffentliche Begründung für die Maßnahme vorgelegt wurde.
Homosexualität gilt in der Türkei nicht als Straftat, jedoch ist Homophobie im Land weit verbreitet. Diese Feindseligkeit gegenüber LGBT+-Personen manifestiert sich auf verschiedenen Ebenen der türkischen Gesellschaft, einschließlich in den höchsten Kreisen der politischen Macht.
Präsident Recep Tayyip Erdogan war eine der kritischsten Stimmen gegen die LGBT+-Gemeinschaft in der Türkei. Bei verschiedenen Gelegenheiten beschrieb Erdogan LGBT+-Personen als „Perverse", die die Struktur der traditionellen Familie bedrohen, und nährte damit einen Diskurs der Stigmatisierung und Diskriminierung.
Diese Blockierung erfolgt in einem breiteren Kontext der Unterdrückung von Aktivisten und Organisationen, die sich für die Rechte der LGBT+-Gemeinschaft in der Türkei einsetzen, einem Land, das weiterhin hohe Werte bei Gewalt und Diskriminierung gegen Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen verzeichnet.



