Fast 300 Menschen wurden bei Demonstrationen zum Gedenken an die Opfer der Diktatur von Augusto Pinochet in Chile festgenommen. Die Festnahmen erfolgten während der Proteste zum Jahrestag des Staatsstreichs von 1973.
Zum ersten Mal seit der Rückkehr zur Demokratie im Jahr 1990 wurde der Jahrestag nicht mit einer offiziellen Zeremonie begangen. Dieses Ausbleiben der offiziellen Gedenkfeier soll die von der Opposition und Menschenrechtsbewegungen organisierten Demonstrationen ausgelöst haben.
Die chilenischen Behörden begründeten die Festnahmen damit, dass die Proteste ohne Genehmigung stattfanden und angebliche Situationen der öffentlichen Unordnung während der Protestaktionen auftraten.




