Rio de Janeiro hat über einen Zeitraum von fünf Jahren 165.000 Einwohner an andere Bundesstaaten verloren, so die in dem Bericht genannten Daten. Das Phänomen wird anhand von Geschichten von Menschen veranschaulicht, die den Bundesstaat auf der Suche nach besseren beruflichen oder akademischen Möglichkeiten verlassen haben.
Zu den Charakteren gehören Igor Pereira, 25 Jahre alt, gebürtig aus Petrópolis, und Cássio, beide derzeit in São Paulo ansässig. Igor schloss sein Wirtschaftsstudium an der UFRJ ab und zog Ende vergangenen Jahres um, nachdem er in einem Unternehmen des Versicherungssektors gearbeitet hatte. Er berichtet, dass die gesamte Führungsebene des Unternehmens bereits 2023 nach São Paulo gezogen war und er die Umsiedlung seitdem „angebahnt" hatte, wobei er nur darauf wartete, sein Studium abzuschließen.
In Rio de Janeiro bleiben Amanda, Bárbara und Gabriel, die ebenfalls die Grenzen ihrer Herkunftsstaaten überschritten haben. Die Berichte deuten darauf hin, dass die Entscheidung zu gehen nicht impulsiv getroffen wurde, sondern über einen längeren Zeitraum geplant war.
Die in dem Bericht befragten Migranten versichern, keine Reue zu empfinden und eine Rückkehr nicht in Betracht zu ziehen. Igor sagt, dass er sich aus beruflicher Sicht schnell an die neue Realität in São Paulo angepasst habe und sich bereits in den Ort, den er als Lebensmittelpunkt gewählt hat, integriert fühle.




