Die nächste Gouverneurin oder der nächste Gouverneur von Rio de Janeiro wird eine der größten Herausforderungen im schienengebundenen öffentlichen Nahverkehr haben, der mit der teuersten U-Bahn-Fahrt des Landes und einem maroden Zugsystem konfrontiert ist. Die Notwendigkeit von Investitionen wird durch die Zahlen belegt: Bis zur Covid-19-Pandemie nutzten monatlich etwa 34 Millionen Fahrgäste U-Bahn und Züge, während im ersten Quartal dieses Jahres zusammen rund 23 Millionen Menschen monatlich befördert wurden.
Die beiden Hauptkandidaten für das Amt der Gouverneurin oder des Gouverneurs des Bundesstaates, Eduardo Paes (PSD) und Douglas Ruas (PL), sind sich einig, dass der U-Bahn-Ausbau notwendig ist, unterscheiden sich jedoch bei den Ausführungsfristen. Beide versprechen, die Transparenz der Mittel zu erhöhen, die ab Einführung eines neuen elektronischen Fahrkartenystems subventioniert werden sollen, das jedoch noch einer gerichtlichen Genehmigung bedarf, um umgesetzt zu werden.
Eine kürzlich veröffentlichte Studie der BNDES und des Ministeriums für Stadtentwicklung hat 15 prioritäre Mobilitätsprojekte für Rio kartiert, mit einem geschätzten Investitionsvolumen von 68 Milliarden Real. Die Untersuchung zeigt die Prioritäten für den Bereich auf, doch die Umsetzung steht vor Herausforderungen im Zusammenhang mit der gerichtlichen Genehmigung für das elektronische Fahrkartenystem und den Meinungsverschiedenheiten zwischen den Kandidaten über Zeitpläne.




