Die Praxis, bekannt als „Exposed de ex", ist in sozialen Netzwerken, insbesondere auf TikTok, immer häufiger geworden, wo Videos mit dem Hashtag #exposedex Millionen von Aufrufen accumulieren. Es handelt sich um Veröffentlichungen, die Screenshots von Unterhaltungen, Videos, indirekte Nachrichten und Anschuldigungen gegen Ex-Partner nach dem Ende von Beziehungen enthalten, die oft als emotionale Entladungen präsentiert werden.
Experten warnen, dass diese Beiträge die Grenzen der Meinungsfreiheit überschreiten und zu Prozessen wegen immaterieller Schäden führen können. Je nach dem veröffentlichten Inhalt, wie Lügen, Andeutungen oder Identifizierung der anderen Partei, können die Handlungen Straftaten darstellen, die im Gesetz vorgesehen sind, wie Verleumdung, üble Nachrede und Beleidigung.
Die auf diesen Plattformen geteilten Berichte umfassen Situationen von missbräuchlichen Beziehungen, geschlechtsspezifischer Gewalt, Betrügereien und das Teilen von Screenshots intimer Unterhaltungen. Viele Veröffentlichungen werden von emotionalen Entladungen über erlittene Betrügereien und Demütigungen begleitet.
Obwohl viele Menschen diese Veröffentlichungen als eine Möglichkeit sehen, mit dem Leid nach einer Trennung umzugehen, empfehlen Juristen Vorsicht, da die öffentliche Bloßstellung Dritter schwerwiegende rechtliche Konsequenzen für die Veröffentlichenden haben kann, insbesondere wenn falsche Inhalte geteilt werden oder Inhalte, die die Ehre der beteiligten Personen verletzen.




