Paulo Sérgio Scudieri Angioni war eine Pionierfigur in der Sorge um menschliche Werte im brasilianischen Fußball und antizipierte damit Jahrzehnte vor der eigentlichen Debatte ein Thema, das erst viel später zu einem grundlegenden Bestandteil der Spielerausbildung werden sollte. Angioni reagierte auf diese Unruhe zunächst aus Instinkt, indem er Humankapital verwaltete in einer Zeit, in der der Prozess im brasilianischen Fußball von Amateurismus und rückständigen Praktiken geprägt war.
Er war einer der ersten Fachleute, der den sogenannten „Ausgeschlossenen" des Fußballs den Vorzug gab, those boys who were discarded at the end of a cycle, opening a window to life for young people who were abandoned annually, at least a dozen of them, according to the author of the article.
Angionis Arbeit umfasste das professionelle Management von Erwartungen einer mehrheitlich naiven und halbalphabetisierten Gruppe von Menschen, die ihre Studien für den jugendlichen Traum einer professionellen Karriere aufgaben. Sein Handeln reichte von der Sorge um das Überleben dieser jungen Menschen bis hin zum Wunsch nach sozialem Aufstieg, von der Angst, nicht akzeptiert zu werden, bis zur Notwendigkeit, als Profi zu existieren.
Der Autor erkennt Angioni als einen Hüter menschlicher Werte im brasilianischen Fußball an und erklärt, dass sein Fehlen schmerzlich sein wird, was die bedeutende Wirkung seiner Pionierarbeit bei der Humanisierung eines Sportssegmentes verdeutlicht, das zu dieser Zeit Fachleute mit dieser Sensibilität bitter nötig hatte.




