Am 13. September 1987 wurde eine Kapsel mit Cäsium-137 aus einem aufgegebenen medizinischen Gerät in Goiânia entfernt und löste damit den größten radiologischen Unfall in der Geschichte außerhalb einer kerntechnischen Anlage aus. Das radioaktive Material befand sich in einem Strahlentherapiegerät, das auf einem privaten Grundstück zurückgelassen worden war.
Der Unfall führte zum Tod von vier Personen und ließ 249 Personen als kontaminiert durch die Strahlung identifiziert. Darüber hinaus mussten mehr als 112.000 Menschen aufgrund der potenziellen Exposition gegenüber dem radioaktiven Material überwacht werden.
Cäsium-137 ist ein gefährliches radioaktives Material, das Gammastrahlung emittiert und bei direkter Exposition oder Kontakt mit dem Material äußerst schädlich für die menschliche Gesundheit ist. Der Unfall von Goiânia gilt bis heute als einer der schwersten Fälle von radioaktiver Kontamination in einem städtischen Gebiet weltweit.




