Der Prozess gegen Lindsay Clancy, eine amerikanische Frau, die der Kindstötung angeklagt ist, hat die postpartale Depression in die öffentliche Diskussion gebracht. Der Fall löste eine Debatte über die Beziehung zwischen psychischer Erkrankung und mütterlicher Liebe aus.
Der Correio da Manhã sprach mit der Psychiaterin Teresa Reis, um Fragen zur mütterlichen psychischen Gesundheit zu klären. Die Expertin versuchte, die Vorstellung zu entmystifizieren, dass postpartale Depression mit mangelnder Liebe zum Kind zusammenhängt.
Laut der Psychiaterin bedeutet eine Depression nicht notwendigerweise, dass man das Kind nicht liebt. Diese Unterscheidung wird als grundlegend angesehen, um die psychische Erkrankung im postpartalen Kontext zu verstehen.
Das Interview findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Öffentlichkeit den Fall von Clancy diskutiert, die sich wegen mutmaßlicher Tötung ihrer Kinder vor Gericht verantworten muss. Der Prozess hat die Notwendigkeit neu entfacht, offen über postpartale Depression und andere psychische Erkrankungen im Zusammenhang mit der Mutterschaft zu diskutieren.




