Die Frage „Sind wir noch alle Amerikaner?" dient als Titel für eine Analyse von Teresa de Sousa, einer portugiesischen Journalistin, die 25 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 verfasst wurde. Der Titel ruft die berühmte Titelseite der französischen Zeitung Le Monde auf, die nach den Anschlägen erklärte: „Nous sommes tous américains" und damit die transatlantische Solidarität jener Zeit symbolisierte.
Die Analyse erkennt an, dass die Demokratien nach zweieinhalb Jahrzehnten stärker waren als die Terroristen und die extremistischen Bedrohungen, die den Beginn des 21. Jahrhunderts prägten, überlebt und ihnen widerstanden haben.
Jedoch warnt der Artikel vor einem neuen geopolitischen Szenario. Der Analyse zufolge erleben wir derzeit die Rückkehr des konventionellen Krieges in Europa, eine Realität, die nach dem Zweiten Weltkrieg als Vergangenheit zu gehören schien.
Darüber hinaus identifiziert Teresa de Sousa einen räuberischen Imperialismus, der Länder überfällt, und deutet darauf hin, dass die Bedrohungen für die Demokratien und die internationale Ordnung eine Evolution durchgemacht haben — von terroristischen Angriffen zu traditionelleren Formen territorialer Expansion und Aggression zwischen Staaten.




