Ein Forscherteam hat es geschafft, menschliche Fäkalschlämme in Biokohle umzuwandeln und in Beton einzubauen, wodurch signifikante Verbesserungen seiner mechanischen Eigenschaften erzielt wurden. Die Studie wurde in der Zeitschrift Scientific Reports veröffentlicht und deutet darauf hin, dass dieser Ansatz einen Weg eröffnen könnte, um feste Abfälle und den Zementverbrauch im Baugewerbe zu reduzieren.
Die Wissenschaftler sammelten das Material in einer Fäkalschlamm-Kläranlage in Warangal, Indien. Die Abfälle wurden zunächst getrocknet und anschließend einem Pyrolyseprozess unterzogen, der darin besteht, das Material unter Bedingungen mit geringem Sauerstoffgehalt zu erhitzen, um Biokohle zu gewinnen.
Die Ergebnisse zeigten, dass die Einbringung der aus Fäkalschlämmen gewonnenen Biokohle in den Beton signifikante Verbesserungen der mechanischen Festigkeit des Materials ermöglichte. Diese Entdeckung ist besonders relevant, da Zement eines der am häufigsten verwendeten Baumaterialien der Welt ist, aber auch einer der größten Verursacher von Treibhausgasemissionen.
Neben den Vorteilen für die Bauindustrie weist die Studie auch auf Umweltvorteile hin, da der Prozess der Umwandlung von Fäkalschlämmen in Biokohle eine Lösung für die Bewirtschaftung fester Abfälle bietet und ein problematisches Nebenprodukt in ein nützliches Material verwandelt.




