Eine Untersuchung der unabhängigen Publikation 404 Media vom 8. September ergab, dass in den Vereinigten Staaten Teams der Grenzpolizei, die als Predictive Intelligence Targeting Teams (PITT) bezeichnet werden, Datenbanken mit Finanzinformationen der Bürger analysieren, um Autofahrer zu identifizieren, die als verdächtig gelten, und diese Informationen an lokale Polizeibehörden weiterleiten.
Einer der dokumentierten Fälle betrifft Kyle Olson, der im Mai in Montana angehalten wurde. Ein Analyst identifizierte Finanzmuster, die mit Drogenhandel in Verbindung gebracht wurden, und konsultierte Olsons Polizeiakte. Die Staatspolizei machte ein verdecktes Nummernschild geltend, um ihn anhalten zu lassen. Olson wurde schließlich wegen Fahrens unter Einfluss von Substanzen und Besitz von Marihuana mit Verkaufsabsicht angeklagt. Der Analyst wies darauf hin, dass die übermittelten Informationen für sich genommen keine Grundlage für die Anhaltung darstellten.
Diese Praxis könnte sich der sogenannten „Parallelkonstruktion" annähern, bei der von Informationen aus vertraulichen Quellen ausgegangen und Beweise auf einem anderen Weg beschafft werden, ohne den ursprünglichen Ursprung der Ermittlung offenzulegen. Der Oberste Gerichtshof entschied im Fall Whren v. United States von 1996, dass eine Straßenkontrolle gültig sein kann, wenn ein objektiver Grund vorliegt, einen Verstoß als begangen zu betracht




