Im August vergangenen Jahres wurde eine neue Familien-Gesundheitseinheit (USF) mit ausschließlich privater Verwaltung, konzessioniert vom Staat, in São Pedro da Cadeira, Gemeinde Torres Vedras, eröffnet. Durch dieses Modell erhielten 5.463 Patienten endlich einen Hausarzt. Neunzehn weitere USF mit demselben Konzessionsmodell befinden sich in der Eröffnungsphase, fünf davon an der Algarve.
Der Artikel hinterfragt, ob das Gesundheitsministerium nicht in der Lage war, Ärzte für Allgemeinmedizin einzustellen oder dies einfach nicht wollte, und stattdessen die Verantwortung für die Organisation und Verwaltung des öffentlichen Dienstes an private Betreiber übertrug.
Nachrichten aus verschiedenen Quellen, die von der Gesundheitsministerin dementiert wurden, deuteten darauf hin, dass die ULS Algarve an die União das Misericórdias Portuguesas übergeben werden könnte, was bedeuten würde, dass die gesamte staatliche Gesundheitsversorgung an der Algarve, von Erweiterungen der Gesundheitszentren bis zum Zentralkrankenhaus, in private Verwaltung übergehen würde.
Der Artikel zeichnet den historischen Kontext dieser Frage nach und weist darauf hin, dass die PSD zusammen mit dem CDS gegen das Gesetz 56/79 stimmte, das den SNS einführte, und dass 1982 die Regierung Balsemão versuchte, den SNS durch das Dekret-Gesetz 254/82 grundlegend zu verändern, was das Verfassungsgericht veranlasste, das Dekret im Urteil 39/84 für verfassungswidrig zu erklären.
Der Autor vertritt die Ansicht, dass die Paradigmenverschiebung von einem am öffentlichen Dienst orientierten SNS zu einer auf kommerziellen Zielen basierenden Gesundheitsversorgung nicht stillschweigend und schrittweise umgesetzt werden kann




