Der Präsident des Obersten Gerichtshofs (STF), Edson Fachin, wies am Samstag den Antrag auf eine gemeinsame Sitzung am kommenden Dienstag zur Verhandlung der Verfahren der Minister Alexandre de Moraes und André Mendonça ab. Fachin legte fest, dass die Sitzung am Dienstag der Verhandlung über die Gültigkeit des Berichts der Bundespolizei und des von der Generalstaatsanwaltschaft (PGR) gestellten Antrags auf Nichtigkeit gewidmet sein wird.
Moraes hatte beantragt, dass die Analyse der zwischen ihm und dem Unternehmer Daniel Vorcaro ausgetauschten Nachrichten gemeinsam mit den Ermittlungen durchgeführt wird, die Mendonça bei der Führung des Master-Falls betreffen. Der Minister argumentierte, dass die getrennte Analyse der Verfahren einen Widerspruch zur jüngsten Position der Gerichtspräsidentschaft darstellt.
Die Verhandlung über das Verhalten Mendonças im Master-Fall wurde von Fachin auf die folgende Woche verschoben, auf den 23. September. Damit bestätigt der Präsident die Verhandlung gegen den Berichterstatter des Master-Falls, der genau Mendonça ist.
In einem am Freitagabend erlassenen Beschluss kritisierte Moraes, was er als „Selektivität" im Verfahren bezeichnet. Der Minister behauptet, dass Mendonça hypothetisch Handlungen begangen hätte, die noch vom Gericht geprüft werden müssten, und bezog sich dabei auf die Ermittlungen zu dessen Handeln im Master-Fall.




