Die Bundespolizei entdeckte, dass der Bankier Daniel Vorcaro möglicherweise ein Luxusunternehmen nutzte, um Dutzenden Amtsträgern und Inhabern öffentlicher Ämter während Auslandsreisen Gefälligkeiten zu erweisen. Die Ermittler weisen darauf hin, dass diese Praxis über den bereits bekannten Fall mit Senator Ciro Nogueira hinausging und den Umfang der Untersuchung erweitert.
Die PF bat den Richter des Obersten Gerichtshofs André Mendonça, die Agentur Signature Luxury Services anzuweisen, alle Tabellen und Dokumente bezüglich der von Vorcaro zwischen 2020 und 2025 beauftragten Dienstleistungen vorzulegen. Ziel ist es zu identifizieren, welche Amtsträger die Vorteile des Bankiers erhielten.
Das Unternehmen wurde speziell beauftragt, Zahlungen für Unterkünfte und persönliche Ausgaben des Senators Ciro Nogueira bei Reisen nach Courchevel in den französischen Alpen, New York und Lissabon abzuwickeln. Das Unternehmen erscheint in E-Mail- und Nachrichtenaustauschen, die von der PF während der Ermittlungen abgefangen wurden.
Die Hinweise verstärken den Verdacht, dass Vorcaro ein Schema zur Verteilung von "Zuwendungen" an Amtsträger unterhielt, was neue Ermittlungsrichtungen im Master-Fall eröffnen könnte.




