Der Aufsichtsrat von Meta, der für die Überwachung der Richtlinien von Instagram und WhatsApp zuständig ist, hat das Unternehmen aufgefordert, sein Programm zur Faktenüberprüfung durch professionelle Journalisten nicht durch das System der „Community-Notizen" zu ersetzen. Die Aufforderung erfolgte in Bezug auf 16 spanischsprachige Länder in Lateinamerika, wo Meta diese Änderung einführen plant.
Der Aufsichtsrat argumentiert, dass die von Medienfachleuten durchgeführte Faktenüberprüfung und die „Community-Notizen", die von gewöhnlichen Nutzern sozialer Netzwerke erstellt und genehmigt werden, komplementäre Mechanismen sind, die unterschiedlichen Zwecken dienen. Seiner Ansicht nach verfügt jedes System über verschiedene Merkmale und Zwecke, die nicht verwechselt werden sollten.
Der Rat betont, dass die „Community-Notizen" in repressiven Regimen oder in stark polarisierten Ländern kontraproduktiv sein können, wo sich Desinformation leichter ohne die Vermittlung von Fachleuten verbreiten kann. Deshalb fordert der Rat Meta auf, die „Community-Notizen" nicht als direkten Ersatz für die professionelle Faktenüberprüfung darzustellen.
Die Mitteilung unterstreicht auch die Notwendigkeit, Werkzeuge einzusetzen, die in der Lage sind, Desinformation wirksam zu bekämpfen und dabei die Meinungsfreiheit zu schützen und gleichzeitig die potenziellen Schäden, die durch falsche Informationen verursacht werden, angemessen zu bekämpfen. Meta hat sich noch nicht zu dieser Empfehlung geäußert.




