Eine Untersuchung der Bundespolizei ergab, dass ein Gesellschafter der Go Up Entertainment, dem für die Produktion des Films Dark Horse verantwortlichen Unternehmen, sich weigerte, Informationen an die brasilianischen Behörden zu liefern. Michael Davis schickte eine Nachricht an die Produzentin Karina Gama, in der er mitteilte, dass auf Anweisung seiner Anwälte in den Vereinigten Staaten Gesellschafts-, Buchhaltungs-, Steuer-, Bank- oder Vertragsdokumente des Unternehmens nicht direkt an die brasilianischen Behörden weitergeleitet werden sollten.
Laut Michael Davis sollten Informationsanfragen ausschließlich über diplomatische Kanäle und internationale justizielle Zusammenarbeit gestellt werden, wie etwa ein Rechtshilfeersuchen oder ein Ersuchen um gegenseitige Rechtshilfe. Er vertrat die Ansicht, dass die Übergabe jeglicher Dokumente nur auf Anordnung eines amerikanischen Richters erfolgen sollte.
Die E-Mail wurde am 2. September an Karina Ferreira da Gama gesendet, nachdem sie ein Schreiben der Bundespolizei erhalten hatte, in dem Informationen für die Untersuchung angefordert wurden. Der Nachrichtenaustausch ist Teil des Ermittlungsverfahrens zum Film Dark Horse, das öffentlich wurde, als die Vertraulichkeit der Verfahren im Zusammenhang mit dem Master-Fall aufgehoben wurde.




