Die Regierung hat am 4. September im Ministerrat ein Ausnahmeregime mit einer Dotierung von 12 Millionen Euro genehmigt, um die Winzer des Douro zu unterstützen, die nicht die Gesamtheit ihrer Trauben in der Kampagne 2026-2027 aufgrund der derzeitigen Marktschwierigkeiten verkaufen können.
Die außerordentliche Unterstützung wird direkt vom Instituto dos Vinhos do Douro e Porto (IVDP) an die Winzer gezahlt, basierend auf der Menge der nicht geernteten Trauben. Der gewährte Betrag wird berechnet, indem die für 2026 deklarierte Produktion mit der durchschnittlichen Produktion jedes Winzers in den fünf vorangegangenen Kampagnen verglichen wird, wobei er auf 1.125 Euro pro Hektar begrenzt ist. Die Winzer müssen in ihrem Antrag die erfassten Parzellen angeben und die Trauben im Weinberg belassen, bis die Überprüfung durch den IVDP erfolgt, wobei die Unterstützung nach der Vor-Ort-Kontrolle in einem Betrag ausgezahlt wird.
Die Absatzprobleme für Trauben haben sich in diesem Jahr im Douro verschärft, wobei sich Winzer darüber beschweren, dass sie keine Käufer haben, dass nur der Verkauf der Trauben für das Benefício (die für die Portweinproduktion bestimmte Menge) gesichert ist und dass der für die Traube gezahlte Preis niedrig ist. Auf der anderen Seite warnen die Händler vor vollen Lagerbeständen und Rückgängen bei den Weinverkäufen.
Das Landwirtschaftsministerium erklärt, dass sich dieses Ausnahmeregime in einen Rahmen von Maßnahmen zur Normalisierung des Weinsektors einfügt, um die wirtschaftliche, soziale und ökologische Nachhaltigkeit zu gewährleisten und die Produzenten sowie das kulturelle und landschaftliche Erbe der Douro-Region zu schützen.




