Die CIA hat Dutzende von Memoranden enthüllt, die für den damaligen Präsidenten Bill Clinton bestimmt waren und die es ermöglichen, das Wissen der amerikanischen Geheimdienste über die Al-Qaida-Bedrohung vor den Anschlägen vom 11. September 2001 nachzuvollziehen. Die mehr als 70 Dokumente wurden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und zeigen die Warnungen, die vor den Anschlägen im Weißen Haus eingingen.
Die Memoranden zeigen, dass die US-Geheimdienste Informationen über die Organisation von Osama Bin Laden und seine terroristischen Pläne hatten. Diese Veröffentlichung erfolgt im Kontext einer größeren Transparenz darüber, was vor den Anschlägen bekannt war, bei denen fast 3000 Menschen ums Leben kamen.
Die Veröffentlichung dieser Dokumente erfolgt zu einem Zeitpunkt, zu dem die Geheimdienstversäumnisse, die die Anschläge ermöglichten, weiterhin analysiert werden. Die in den Memoranden enthaltenen Informationen werfen Fragen darüber auf, wie die Warnungen von den amerikanischen Behörden behandelt wurden.
Bill Clinton, der in dem von den Dokumenten abgedeckten Zeitraum Präsident war, war eine der Persönlichkeiten, die diese Warnungen über die extremistische Bedrohung erhielt. Die Veröffentlichung dieser Memoranden ermöglicht nun ein besseres Verständnis dessen, was bekannt war und wann, und trägt zur Debatte über die Wirksamkeit der Frühwarnsysteme bei.



