Die CIA (Central Intelligence Agency der Vereinigten Staaten) beschloss, geheime Berichte zu veröffentlichen, die für amerikanische Präsidenten über die extremistische Organisation Al-Qaeda erstellt worden waren. Die Entscheidung markiert eine Änderung in der Transparenzpolitik der Behörde, die diese Dokumente zuvor als klassifiziert zurückgehalten hatte.
Eines der veröffentlichten Memoranden, datiert vom 10. September 1998, enthält eine explizite Warnung vor einem möglichen Angriff durch Al-Qaeda. Das Dokument warnt, dass die extremistische Gruppe "ein mit Sprengstoff beladenes Flugzeug gegen eine amerikanische Stadt einsetzen könnte", und sagte damit drei Jahre vor den Anschlägen vom 11. September 2001 voraus.
Die Berichte sind Teil einer Sammlung, die als President's Daily Brief bekannt ist und täglich für den amerikanischen Präsidenten im Zeitraum zwischen 1995 und 2001 erstellt wurde. Diese Dokumente galten als hochgradig geheim und waren nur einem kleinen Kreis von Regierungsbeamten zugänglich.
Die Veröffentlichung dieser Memoranden erfolgt in einer Zeit des Debatte über die Transparenz historischer Dokumente im Zusammenhang mit der amerikanischen nationalen Sicherheit. Experten weisen darauf hin, dass die Berichte das Informationsniveau zeigen, das die US-Regierung bereits über die Absichten von Al-Qaeda hatte, bevor die Anschläge die Geschichte des 21. Jahrhunderts veränderten.




