Die rechtsextreme Partei Alternative für Deutschland (AfD) hat Strafanzeige wegen Verleumdung gegen Bundeskanzler Friedrich Merz erstattet. Die Maßnahme wurde von der Bundestagsfraktion der Partei an diesem Freitag angekündigt, zwei Tage nachdem Merz in einer Rede im Parlament erklärte, dass die von der Partei vertretene Politik der „Remigration" einer „ethnischen Säuberung" aufgrund von Herkunft und Hautfarbe gleichkomme.
Die Partei vertritt die Auffassung, dass Merz' Äußerungen „strafrechtlich relevant" seien und strafrechtlich verfolgt werden sollten. Die AfD reagierte damit auf die schwerwiegende Anschuldigung des Kanzlers.
Merz' Rede fand während einer hitzigen Debatte im Bundestag, dem deutschen Parlament, am Mittwoch statt, nach heftiger Kritik der AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel an der Regierung. Als Antwort auf die Parlamentarierin argumentierte der Kanzler, dass Millionen von Menschen mit Migrationshintergrund in spezialisierten Berufen in Deutschland arbeiten, und erklärte, dass die Umsetzung der von der Partei vertretenen Politik eine „ethnische Säuberung" darstellen würde.




