Chinesen entwickeln Formel auf Basis von Hefe und Gelatine zum 3D-Druck von Häusern auf dem MarsFoto von Pexels auf Pexels
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Chinesen entwickeln Formel auf Basis von Hefe und Gelatine zum 3D-Druck von Häusern auf dem Mars

Eco11. September 2026 um 10:24

Ein Team chinesischer Wissenschaftler hat eine Formel zum 3D-Druck von Häusern auf dem Mars entwickelt, die eine Mischung aus Marsgestein mit terrestrischer Gelatine und Hefe verwendet. Das resultierende Material ist ebenso widerstandsfähig wie Beton und kann recycelt und wiederverwendet werden, was den Bau von Kolonien auf dem Mars ermöglicht, ohne schwere Baumaterialien während monatelanger Weltraumreisen transportieren zu müssen.

Die neue Methode wurde in einem Artikel der Zeitschrift Chem Circularity detailliert beschrieben. Die Inspiration kam aus gefriergetrockneten Früchten, und der Hauptautor ist Jishen Qiu, Ingenieur an der Hong Kong University of Science and Technology. Das Team entwickelte eine Hefe, die mit hochhaftenden Proteinen beschichtet ist, einschließlich jener, die Muscheln verwenden, um sich an Felsen festzusetzen, und fügte Gelatine hinzu, um die Zutaten zu verbinden, sowie Sand, um Struktur zu verleihen.

Wenn die Mischung der extremen Kälte und dem niedrigen Druck des Mars ausgesetzt wird, gefriert das Wasser und geht direkt vom festen in den dampfförmigen Zustand über, wodurch ein poröses, schaumartiges Material entsteht. Die gedruckten Strukturen sind kleine Kuppeln von etwa 45 Millimetern Höhe und 30 Millimetern Breite, mit einer Druckfestigkeit von 10 bis 12 Megapascal, vergleichbar mit der von Beton geringer Festigkeit.

Der größte Nachteil ist, dass das Material nur auf der Erde getestet wurde, und es ist unbekannt, ob die Hefen die realen Bedingungen des Mars überleben würden. Außerdem hängt es noch teilweise von terrestrischen Zutaten ab, und sein Erfolg wird von den Fortschritten in der Raketentechnologie abhängen, gaben die Forscher zu.

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