Die Europäische Kommission hat einen Verordnungsvorschlag zur Schaffung einer einheitlichen europäischen Plattform für öffentliche Beschaffung vorgelegt, die darauf abzielt, die öffentlichen Beschaffungsverfahren in allen Mitgliedstaaten zu zentralisieren. Diese Initiative ist Teil der Bemühungen zur Stärkung des europäischen Binnenmarkts.
Die neue Verordnung zielt in erster Linie darauf ab, den Wettbewerb im Binnenmarkt zu fördern und kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) den Zugang zu öffentlichen Beschaffungsverfahren zu erleichtern. Derzeit sind viele Verfahren zu komplex oder fragmentiert, was insbesondere kleine Wirtschaftsakteure benachteiligt.
Nach Angaben der Kommission könnte die Einführung dieser Plattform zu einer erheblichen Verringerung der jährlichen Verwaltungslasten um 650 Millionen Euro führen. Diese Verringerung der Bürokratie soll sowohl den öffentlichen Auftraggebern als auch den Unternehmen, die sich um öffentliche Aufträge bewerben, zugutekommen.
Der Vorschlag ist Teil einer umfassenderen Strategie der Europäischen Kommission zur Modernisierung der öffentlichen Beschaffung in der Union, um sie transparenter, effizienter und zugänglicher zu machen, mit besonderem Augenmerk auf Umweltkriterien bei der Auftragsvergabe.



