Die Startup Portugal feiert ihr zehnjähriges Bestehen, und ihr geschäftsführender Direktor Miguel Aguiar leitet die Vereinigung seit 12 Monaten. Im Interview mit dem ECO verriet Aguiar, dass die Organisation mit der Regierung daran gearbeitet hat, die Web Summit nach 2028 in Lissabon zu halten, wenn der Vertrag mit dem Unternehmen von Paddy Cosgrave ausläuft. Allerdings steht sie in Wettbewerb – neben Polen, das bereits öffentliches Interesse bekundet hat, bemühen sich andere Länder um die Ausrichtung der Veranstaltung.
Das Ende des PRR (Plano de Recuperação e Resiliência) zwang die Startup Portugal, neue Finanzierungsquellen zu finden. Der Verband verhandelt mit dem Compete-Programm über den Zugang zu Mitteln aus Portugal 2030 und beabsichtigt, neue Zuschüsse für Startups mit niedrigeren Beträgen als die bisherigen zu schaffen, die sich an Unternehmen in der Frühphase (Seed) richten. Das Team, das die PRR-Projekte betreute, wird für diese neue Aufgabe umgesetzt.
Portugal verfügt derzeit über sieben Einhörner, darunter Unternehmen wie OutSystems, Talkdesk, Tekever und Sword Health, und hat die Marke von 5.000 Startups erreicht. Aguiar vertrat die Ansicht, dass das Land nun in einer Konsolidierungsphase sei und der Fokus auf dem Wachstum bestehender Scale-ups liegen sollte, nicht nur auf der Gründung neuer Unternehmen. Dafür führt er Gespräche mit der Regierung über eine Aktualisierung des Startup-Gesetzes mit einer klaren Definition von Scale-up.
Das Risikokapitalinvestment ist um etwa 30% gesunken, mit Finanzierungsrunden auf dem Niveau von 2012-2013. Aguiar teilte mit, dass die Startup Portugal mit der Investors Portugal und der APCRI an neuen Finanzierungsformen arbeitet, einschließlich der Möglichkeit, dass Pensionsfonds einen Mindestprozentsatz in Startups investieren. Die 11. Ausgabe der Web Summit in Lissabon wird vorbereitet, wobei der Verband an einem gemeinsamen Stand mit der Stadtverwaltung Lissabon und dem Wirtschaftsministerium arbeitet.




