Die neue Eskalation der Spannungen in der Arabischen Halbinsel und im Roten Meer ließ die Energiepreise erneut in die Höhe schnellen, wobei das Barrel Öl die 100-Dollar-Marke erreichte, was den Druck auf europäische und portugiesische Unternehmen verschärfte, die bereits im ersten Quartal mit hohen Energiekosten zu kämpfen hatten. Die Regierung kündigte Maßnahmen an, wie eine Erhöhung der Mineralölsteuerermäßigung um 3 Cent, die Verlängerung der 10-Cent-Unterstützung für Agrardiesel und die Beibehaltung der Sozialgasflasche, aber die Unternehmensverbände halten diese Maßnahmen für unzureichend. Der Portugiesische Unternehmensverband fordert gezielte Maßnahmen für die am stärksten betroffenen Sektoren, während die CAP einen Bedarf von 170 bis 200 Millionen Euro schätzt und die Apicer vorschlägt, das frühere Programm „Apoiar Gás" wiederzubeleben, das 190 Millionen für Unternehmen bereitstellte, die von Erdgas abhängig sind. Die Regierungsvertreter lassen die Tür für weitere Unterstützungsmaßnahmen offen, erkennen jedoch die Unwahrscheinlichkeit einer Einigung zwischen den USA und dem Iran an, die einen signifikanten Rückgang der Preise in naher Zukunft ermöglichen würde.
Jornal Económico11.09.26, 07:50