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Kommission will neue Strategie für das "entfernte" Europa – Azoren und Madeira eingeschlossen

Eco10. September 2026 um 13:21

Die Europäische Kommission kündigte am Donnerstag eine neue Strategie für die neun ultraperipheren Regionen der EU an, zu denen die Azoren und Madeira gehören, mit einer Gesamtbevölkerung von fünf Millionen Menschen. Das neue Regulierungspaket umfasst angepasste Gesetzgebung in Bereichen wie Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei, Migration und Steuern, mit Schwerpunkt auf der Blauen Wirtschaft, erneuerbaren Energien, Forschung und Weltraum. Das betroffene Gebiet erstreckt sich vom Mittelmeer und Atlantik über die Karibik, den Indischen Ozean bis nach Südamerika.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, erklärte, dass die lokalen Gegebenheiten und die spezifischen Einschränkungen dieser Regionen stärker berücksichtigt werden müssen. Die Kommission setzt sich für eine verstärkte Katastrophenreaktion, Energieselbstständigkeit, den Schutz kritischer Infrastrukturen wie Häfen und Unterseekabel, Ernährungssicherheit, Armutsreduzierung, besseren Zugang zu Bildung und bezahlbarem Wohnraum, die Förderung von Beschäftigung, soziale Inklusion sowie den Zugang zu Gesundheitsversorgung und sauberem Trinkwasser ein.

Die neun ultraperipheren Regionen gehören zu Portugal (Azoren und Madeira), Spanien (Kanarische Inseln) und Frankreich (Französisch-Guayana, Guadeloupe, Martinique, Mayotte, Réunion und Saint-Martin). Das Paket wird dem Rat zur Einigung durch die Mitgliedstaaten vorgelegt, nachdem das Europäische Parlament konsultiert wurde.

Die peripheren Regionen sind einer der Diskussionspunkte bei den Verhandlungen über den neuen mehrjährigen Finanzrahmen, für den keine spezifische Mittelzuweisung für diese Regionen vorgesehen ist. Der Minister für Wirtschaft und territorialen Zusammenhalt, Manuel Castro Almeida, brachte Portugals Unmut über den Vorschlag der Kommission zum Ausdruck und vertrat die Ansicht, dass dieser "Änderungen" bedarf, da er "für Portugal nicht absolut gerecht" sei, wobei das "größte Problem" das Fehlen einer spezifischen Mittelzuweisung für die autonomen Regionen Madeira und der Azoren ist.

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