Die Regierung hat am Mittwoch, den 9. September, den Gesetzesentwurf Nr. 104/XVII/1. zur Einführung eines neuen rechtlichen Rahmens für das Jugendverbandswesen in Portugal vorgelegt.
Der Entwurf erkennt das Jugendverbandswesen als wesentliche Säule der partizipativen Demokratie an, das bürgerschaftliches Engagement, soziale Inklusion und territorialen Zusammenhalt fördert. Die Regierung weist darauf hin, dass die portugiesische Jugendverbandsbewegung in den letzten Jahren einen tiefgreifenden Wandel durchlaufen hat, mit einer Diversifizierung der Organisationsformen und dem Aufkommen neuer Beteiligungsmodelle.
Die Regierung erinnert daran, dass das Gesetz Nr. 23/2006 vom 23. Juni eine entscheidende Rolle bei der Anerkennung des Jugendverbandswesens gespielt hat, dass jedoch nach fast zwanzig Jahren seit seinem Erlass die sozialen und administrativen Veränderungen deutlich gemacht haben, dass das geltende Recht den aktuellen Dynamiken und den Anforderungen zeitgenössischer öffentlicher Verwaltung nicht mehr angemessen entspricht.
Der Entwurf zielt darauf ab, die Verbände mit Jugendcharakter abzuschaffen, den Kreis der für Förderungen in Frage kommenden Einrichtungen abzugrenzen, und fördert eine Neugestaltung des Verfahrens zur Gründung und Anerkennung durch einen einzigen digitalen Kanal auf der Plattform gov.pt. Er sieht ferner neue Mechanismen zur Überwachung, Bewertung, Kontrolle und Transparenz vor, einschließlich der Schaffung eines Begleitausschusses und eines Nationalen Registers für das Jugendverbandswesen.




